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Seit fünf Jahren befindet sich Jemen in einem Bürgerkrieg, der von Identitätskonflikten und geopolitischen Interessen angetrieben wird. Die historische Spaltung der jemenitischen Gesellschaft trägt zur Verfestigung der Konfliktursachen bei.  Vor allem die Zivilbevölkerung ist dabei Opfer des Konflikts. Die knappe Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung drängt die Bevölkerung in prekäre Lebensverhältnisse. Die Lage wird dadurch noch verschärft, dass Zivilpersonen Ziel aller Konfliktparteien sind. Und trotz zahlreicher Mahnungen der Vereinten Nationen, werden die grundlegenden Prinzipien des humanitären Völkerrechts von den Kriegsparteien des Jemen Konflikts weiterhin verletzt. 

Der Untergang der jemenitischen Staatsgewalt zusammen mit dem Wiederaufleben von Identitäten verschiedener Volksgruppen  verursachte in Jemen eine Spirale der  Gewalt, von der die jemenitische Bevölkerung das Hauptopfer ist.  Angesichts der prekären  Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung, versucht die internationale Gemeinschaft bisher erfolglos Humanitäres Völkerrecht durchzusetzen und den Konflikt zu beruhigen. 

Der Staat Jemen ging 1990 aus einem instabilen Zusammenschluss der Jemenitischen Arabische Republik im Norden und der Demokratischen Volksrepublik Jemen im Süden hervor. Jemen ist ein gespaltenes junges Land. Auf der einen Seite steht der nie kolonisierte Nordjemen, in dem die Zaiditen leben, ein Zweig der Schiiten. Auf der anderen Seite steht der Südjemen; die ehemalige Britische Kolonie wurde nach ihrer Unabhängigkeit  1967 als erste und einzige sozialistische Volksrepublik der arabischen Welt gegründet. Aus dieser historischen Trennung der jemenitische Gesellschaft kann,  das Staatsversagen und auch der Jemen Krieg  erklärt werden. 

Am 25. März 2015 führte Saudi-Arabien die Operation “Decisive Storm”, um den von der internationalen Gemeinschaft als legitimen Präsidenten anerkannten Abdrabbo Mansour Hadi wieder ins Amt zu heben.  Nachdem er 2012 in Folge eines revolutionistischen Aufstands, der auch als “jemenitischer Frühling” bezeichnet wird, an die Macht kam, sollte er die politische Transformation seines Landes vorantreiben. Dies misslang angesichts des weiterhin revolutionären Aufbegehrens der Bevölkerung.

Heute wird die Situation in Jemen von den Vereinten Nationen als “schlimmste humanitäre Krise der Welt”1 bezeichnet. Doch was sind die Gründe für den Konflikt? Was seine Konsequenzen? Dieser Artikel versucht Antworten auf diesen Fragen zu finden. 

Die vielfachen Auslöser des jemenitischen Konflikt

Seit mehr als fünf Jahren hält der internationale Konflikt im Jemen nun schon an und die Lange verschlechtert sich weiter. Aus der politischen Krise hat sich eine beispiellose humanitäre Krise für die jemenitische Bevölkerung entwickelt. Die Verstrickungen der zahlreichen Kriegsparteien scheinen unauflösbar. Doch welche Auslöser stehen ursprünglich hinter dem Konflikt?

Der Jemen Konflikt wurzelt im Zusammenbruch des Staates, der durch die Knappheit von Ressourcen, aber auch durch die historische Fragmentierung der Gesellschaft begünstigt wurde. Während des gesamten Zeitraums 1990-2015 gab es ein starkes Wiederaufleben nostalgischer Gefühle an die Zeit der Unabhängigkeit des Süd Jemen. Viele Menschen aus dem Süden sehen die Vereinigung der jemenitischen Staaten im Jahre 1990 noch heute als eine Form der Kolonisierung des Südens durch den Norden an. Ausdruck dieser Kolonisierung sind für sie Landfragen und die Privatisierung ehemals öffentlichen Eigentums. Auf diese Weise wurden Ressentiments geschürt, die sich im Konflikt wiederspiegeln. Während die zaiditische Minderheit, die von diesen Privatisierungsphänomenen profitiert hat, aus dem Norden kommt, sind ihre Gegner, vor allem aus dem ehemaligen Südjemen.

Im Jahr 2011 erreichte der sogenannte Arabischen Frühling den Jemen. In den Protesten der Jemeniten zeichnete sich das Wiederaufleben ihrer unterschiedlichen Identitäten ab. Die jemenitische Regierung unter dem schiitischen Präsident Saleh stand der Zaydi-Identität der Huthis ablehnend gegenüber. Doch diese ging gestärkt aus einer von der Huthi Bewegung angefachten Revolution hervor2. Nach 33 Jahren an der Macht wird Präsident Saleh schließlich gestürzt und Abdrabbo Mansour Hadi tritt 2012 seine Nachfolge an. Angesichts der sehr instabilen politischen Situation gewinnt die Huthi Bewegung jedoch wieder an Macht. Im Jahr 2014 gelingt es ihr durch eine Art Staatsstreich Präsident Hadi an den Rand zu drängen, sodass dieser schließlich gezwungen ist ins Exil nach Saudi-Arabien zu fliehen.

Seitdem befindet sich Jemen in einem Bürgerkrieg, in dem die Huthi Rebellen gegen, die von der internationalen Gemeinschaft anerkannten, jemenitische Regierung von Präsident Hadi kämpft. Letzterer wird durch eine von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt, die auf eine vollständige Wiedereinsetzung Hadis als Präsident abzielt.

Obwohl die schiitisch-sunnitische Rivalität wichtig ist, um den Jemen Konflikt zu verstehen, spielt auch die grundlegende Frage nach der Kontrolle über die Ressourcen des Landes eine bedeutende Rolle.

Denn geopolitische und wirtschaftliche Interessen stellen eine weitere Seite des Konfliktes dar. Sie finden im Kampf um die Vormachtstellung im Nahen Osten Ausdruck. Mit der Lage im Südwesten der Arabischen Halbinsel, nimmt Jemen innerhalb einer sogenannten instabilen Region einen strategischen Platz ein. Zusammen mit Dschibuti umschließt Jemen die Meerenge von Bab-el-Mandeb, die ins Rote Meer mündet. Somit hat Jemen Einfluss über mehr als 20% der weltweiten Öltransporte3.

Dennoch bleibt die Golfregion zwischen dem mächtigen Einfluss Saudi-Arabiens auf der einen und dem des Iran auf der anderen Seite polarisiert. Der Machtkrieg zwischen den beiden Großmächten des Nahen Osten, erklärt zum Teil die Eskalation des jemenitischen Konflikts. Da der Zaidismus ein Zweig des Schiismus ist, nehmen die Saudis die Huthi als Verbündete des Iran im Jemen wahr.

Das Eingreifen Saudi-Arabiens im Jemen ist folglich von zweierlei Motiven geleitet. Zum einen soll, wie es Gegenstand einer Resolution der Vereinten Nationen ist, Hadi wieder als Präsident des ganzen Landes eingesetzt werden und zum zweiten der iranische Einfluss auf der Arabischen Halbinsel zurückgedrängt werden. Im Kampf zwischen den regionalen Mächten geht es vor allem um symbolische Machtfragen, wie die Vorherrschaft in der Region oder materiellen Besitz. In dieser Hinsicht würde die Kontrolle des Iran über strategische Punkte wie auch über Ressourcen, insbesondere fossile Ressourcen, den regionalen Einfluss Saudi-Arabiens weitgehend in Frage stellen. Da der Iran bereits die Straße von Hormus kontrolliert, befürchtet Saudi-Arabien, dass die Kontrolle über die Straße von Bab-el-Mandeb in die Hände einer pro-iranischen jemenitischen Regierung fallen könnte. Westliche Länder, die Öl in die Region liefern, unterstützen Saudi-Arabien, um dem Einfluss des Iran auf die wichtigsten kommerziellen Seewege der Halbinsel entgegenzuwirken. Dieser Machtkonflikt löst bei den verschiedenen Parteien Kettenreaktionen der Gewalt aus, ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung.

Die Bevölkerung, Hauptopfer des Konflikts 

Im Jemen sind über 24 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, das heißt 80% der Bevölkerung4. Der gewaltsame Konflikt lässt viele Menschen aus den  bombardierten Städten in die Wüste fliehen, in der sie sich prekären Lebensbedingungen gegenüber sehen. Heute gelten mehr als vier Millionen Menschen als Vertriebene5

Die Lebensmittelpreise im Jemen sind um 150% gestiegen6. Einige Staaten des Mittleren Ostens versorgten Jemen mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Aufgrund der Koalition und insbesondere des Drucks Saudi-Arabiens sind die Geberländer jedoch gezwungen, jeglichen Transfer einzustellen und Handelspartner ihre Exportpreise in den Jemen zu erhöhen.

Auch das Trinkwasser ist knapp; um die 16 Millionen Jemeniten7 haben keinen Zugang. Dies befördert  das Auftreten von Infektionskrankheiten wie Cholera. Die Zahl der Toten steigt immer weiter. Die vorhandene medizinische Infrastruktur reicht nicht aus, um die zahlreiche Verletzen und  Kranken zu versorgen. Hinzu kommt, dass  nur wenige Krankenhäuser wirklich funktionsfähig sind, da viele  zerstört wurden oder von Milizen kontrolliert werden.  

Kindern sind ebenfalls schwer vom Konflikt betroffen. Ihre Gesundheit und ihr Wachstum sind durch die unhygienischen und schlechten Lebensbedingungen gefährdet. Zahlreiche vertriebene Kinder haben keinen Zugang zu Bildung und die meisten Schulen wurden von den Huthi Milizen und vom Militär absichtlich zerstört. 

Der Krieg betrifft jedoch nicht nur die Menschen in Jemen. Denn Jemen ist ein Transitland für afrikanische Flüchtlinge. Die unmenschlichen Reisen- und Lebensbedingungen werden vom Konflikt noch verstärkt. In den Lagern, in den die Flüchtlinge zum Teil inhaftiert werden, ist die Versorgung mit Lebensmitteln schlecht und es herrschen unhygienische Verhältnisse. Zudem leben die Menschen dort unter der ständigen Angst, unabsichtlich von einer Kugel getroffen zu werden. Die Angst ersetzt jede Hoffnung aus dem Land entfliehen zu können. Nur wenige Flüchtlinge schaffen es über die saudiarabien Grenze. Diejenigen unter ihnen, die erfolgreich sind, finden jedoch keinen Frieden. Im April 2020 wiesen Huthi Milizen äthiopische  Flüchtlinge, unter dem Vorwand sie hätten COVID-19, nach Saudi-Arabien aus. Als die Flüchtlinge in Saudi-Arabien ankamen, wurden Dutzende von den Behörden  erschlossen, bevor die Übrigen wieder in ihr Land eingelassen wurden. Sie sind bis heute in heruntergekommenen Lagern untergebracht, in denen Gewalt alltäglich ist.

Der Konflikt in Jemen ist daher der Auslöser für die “schlimmste humanitäre Krise der Welt”8. Der Konflikt stellt die internationale Gemeinschaft vor große Herausforderungen. Das Vorgehen der kriegführenden Parteien, sowie die schlechten Lebensbedingungen für die Bevölkerung alarmieren die internationalen Organisationen. 

Ein mörderischer Krieg unter Missachtung des Völkerrechts

Während der Konflikt in Jemen von der breiten Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit bekommt, löst er bei internationalen Organisationen Empörung aus. Als solche beklagen die UNO und viele NGOs die Verletzung grundlegender Prinzipien des humanitären Völkerrechts durch die verschiedenen Konfliktparteien.

Vor allem das Prinzip der Unterscheidung wird von den Konfliktparteien nicht befolgt. Dieses ist unter anderem in Artikel 48 des Zusatzprotokolls I der Genfer Konventionen9. kodifiziert. Es verlangt von den kriegführenden Parteien, zwischen Kombattanten und Zivilpersonen zu unterscheiden, um zu verhindern, dass letztere Opfer von Angriffen werden. Militärische und zivile Objekte dürfen ebenso kein Ziel militärischer Angriffe werden. Solche Bestimmungen sollen das Leiden der Bevölkerung während gewaltsamer Konflikte minimieren. Die humanitäre Krise im Jemen zeigt jedoch deutlich, wie dieses Prinzip durch die verschiedenen Akteure des Krieges missachtet wird.

Zahlreiche Angriffe des saudischen Lagers stehen diesem gewohnheitsrechtlichen Prinzip des Völkerrechts entgegen. Einen eklatanten Verstoß stellte beispielsweise der Angriff vom 15. August 2016 auf das Abs-Krankenhaus im Nordwesten des Landes dar. Ein weiterer, noch nicht lang zurück liegender Verstoß ist der Anschlag vom 13. März 2020 auf das Al-Thawra General Hospital in der Stadt Ta’izz. Diese tödlichen Luftangriffe verstoßen auch gegen Artikel 18 der IV Genfer Konvention über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten10, in dem die Pflicht zum Schutz von Krankenhäusern bekräftigt wird. Die Einhaltung dieses Artikels ist gerade im Jemen Konflikt von wesentlicher Bedeutung, da weniger als die Hälfte der medizinischen Infrastruktur im Jemen funktionsfähig ist11. Dieser Mangel an Infrastruktur stellt in einem Land, in dem Cholera und Malaria grassieren, ein massives Problem dar. Darüber hinaus hat die Coronavirus-Pandemie den Bedarf an medizinischer Versorgung im Land nur noch erhöht.

Kinder werden von diesem Konflikt und seinen Gewalttaten nicht verschont. Zusätzlich zu dem indirekten Leid, das sie erleben, stehen sie oft im Mittelpunkt der Bombenanschläge. Am 9. August 2018 wurde in Sa’dah, im Nordwesten des Landes, ein Luftangriff auf einen Schulbus verübt. Nach Angaben der saudischen Behörden ereignete sich dieser Unfall während einer “legitimen Militäroperation” in dem Gebiet12.  Solche Angriffe sind somit schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts, insbesondere der Artikel 5113 und 5214 des Zusatzprotokolls I zu den Genfer Konventionen.

Der Einsatz von Land- und Fahrzeugminen durch die Huthi empörte auch die internationale Gemeinschaft. Ihre Verwendung stellt eine Verletzung jemenitischen Rechts sowie des internationalen Minenverbotsvertrags von 1997 dar. Denn der Einsatz solcher Waffen macht eine Unterscheidung der Opfer unmöglich. Seit 2018 sind so mindestens 140 Zivilpersonen durch solche Waffen getötet worden. Minen werden unabhängig von ihrem Standort gelegt und können daher jeden Einzelnen treffen15.

In der Folge hat die internationale Gemeinschaft wiederholt eine Entspannung des Konflikts gefordert. Im UN-Sicherheitsrat wurden zahlreiche Resolutionen verabschiedet, um eine Verschlechterung der humanitären Krise zu verhindern. Von allen Seiten wird die Notwendigkeit bekräftigt, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren. Mit der Resolution 221616 des Sicherheitsrates wurde ein Embargo für Waffen verhängt, die in dem Konflikt eingesetzt werden könnten. Ihre Einhaltung ist jedoch nicht garantiert. Tatsächlich haben sich Länder wie Frankreich und die Vereinigten Staaten als wesentliche Waffenlieferanten an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate erwiesen. Viele NGOs werfen diesen Ländern deshalb vor, das Embargo nicht zu respektieren. So bleibt der Jemen Konflikt trotz mehrerer Lösungsversuche der internationalen Gemeinschaft ein blutiger Krieg ohne Aussicht auf ein Ende, der der Zivilbevölkerung weiterhin Leid zufügt.

QUELLENVERZEICHNIS

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Um den Artikel zu zitieren:

DAVALLET, M. FRARY-AUBERT, S. LEFEBVRE, V. (2020). Die humanitäre Krise im Jemen: die zivile Bevölkerung als leidtragende geopolitischer Machtkämpfe. Generation for Rights Over the World. growthinktank.org. [online] 9 Sept. 2020.

©Photo by Mr. Ibrahem licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

1 BRIGAUDEAU, A. (2018). L’article à lire pour comprendre la guerre au Yémen, “pire crise humanitaire au monde”. francetvinfo.fr. [online] 20 Nov. 2018. verfügbar unter: https://www.francetvinfo.fr/monde/proche-orient/yemen/l-article-a-lire-pour-comprendre-la-guerre-au-yemen-pire-crise-humanitaire-au-monde_3030407.html [aufgerufen am  23 Aug. 2020]
2 Die Volksgruppe der Huthi bildete sich in den 1990er Jahren im Rahmen eines Projekts zur Wiederauflebung ihrer Zaidi-Identität, die bis zum Jahre 1962 eintausend Jahre über das Land geherrscht hatte. In Norden des Jemens, in der Provinz Saada, zurück gedrängt, stellte die Bewegung sich gegen die Republik und den Staat. Die Huthi glauben, vom Propheten Mohammed abzustammen. Seit der Entstehung der Republik im Jahre 1962 fühlen sie sich marginalisiert und versuchen ihre politische Vormachtstellung im Land zurück zu gewinnen, die sie über Generationen hatten. Dies führte zu Rivalitäten zwischen den die Mehrheit bildenden jemenitischen Stämmen, die sich nicht für Nachfahren des Propheten Mohammed halten und  den Zaiditen.
3 BONNEFOY, L. (2019). Yémen, de l’Arabie heureuse à la guerre [Conférence.] Le conflit yéménite, une nouvelle guerre ?, European School of Political and Social Sciences (Lille, France).
4, 6 OXFAM. (2019). 4 années de conflit au Yémen : la crise est délibérément empirée. oxfamfrance.org [online] 4 Nov. 2019. verfügbar unter: https://www.oxfamfrance.org/humanitaire-et-urgences/4-annees-de-conflit-au-yemen-la-crise-est-deliberement-empiree/ [aufgerufen am  23 Aug. 2020].
5  BRUT. (2019). Yémen : les images rares d’une guerre qui embarrasse le gouvernement français – Brut. youtube.com. verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=NZNIBrg4HuU [aufgerufen am  23 Aug. 2020].
7 Ibid.
8 BRIGAUDEAU, A. (2018). L’article à lire pour comprendre la guerre au Yémen,  “pire crise humanitaire au monde”. francetvinfo.fr. [online] 20 Nov. 2018. verfügbar unter: https://www.francetvinfo.fr/monde/proche-orient/yemen/l-article-a-lire-pour-comprendre-la-guerre-au-yemen-pire-crise-humanitaire-au-monde_3030407.html [aufgerufen am  23 Aug. 2020].
9 “Um Schonung  und Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Objekte zu gewährleisten, unterscheiden die am Konflikt beteiligten Parteien jederzeit zwischen der Zivilbevölkerung und Kombattanten sowie zwischen zivilen Objekten und militärischen Zielen; sie dürfen daher ihre Kriegshandlungen nur gegen militärische Ziele richten.” Art. 48 I. Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen
10  “Zivilkrankenhäuser, die zur Pflege von Verwundeten, Kranken, Gebrechlichen und Wöchnerinnen eingerichtet sind, dürfen unter keinen Umständen das Ziel von Angriffen sein; sie werden von den am Konflikt beteiligten Parteien jederzeit geschont und geschützt. […]” Art. 18 S. 1 IV Genfer Abkommen
11 UNOCHA. (2020). Yemen: UN Humanitarian Coordinator condems  hospital attack. unocha.org. [online] 18 Mar. 2020. verfügbar unter: https://www.unocha.org/story/yemen-un-humanitarian-coordinator-condemns-hospital-attack  [aufgerufen am 23 Aug. 2020].
12 EUROPE1 UND AFP. (2018). Yémen : au moins 29 enfants tués dans une attaque contre un bus. europe1.fr. [online]. 09 Aug. 2018. verfügbar unter: https://www.europe1.fr/international/yemen-au-moins-29-enfants-tues-dans-une-attaque-contre-un-bus-3729743 [aufgerufen am 23 Aug. 2020].
13 Schutz der Zivilbevölkerung: “Die Zivilbevölkerung und einzelne Zivilpersonen genießen allgemeinen Schutz vor den von Kriegshandlungen ausgehenden Gefahren.” Art. 51 Abs. 1 S. 1 I. Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen
14 Allgemeiner Schutz ziviler Objekte: “Zivile Objekte dürfen weder angegriffen noch zum Gegenstand von Repressalien gemacht werden.” Art. 52 Abs. 1 S.1 I. Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen
15 HUMAN RIGHTS WATCH. (2019). Yémen : Les mines posées par les Houthis tuent des civils et entravent l’aide humanitaire. hrw.org [online] 22 Apr. 2019. verfügbar unter: https://www.hrw.org/fr/news/2019/04/22/yemen-les-mines-posees-par-les-houthis-tuent-des-civils-et-entravent-laide [aufgerufen am 23 Aug. 2020].
16 […] 14. beschließt, dass alle Mitgliedstaaten sofort die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die Lieferung, den Verkauf oder die Weitergabe, sei es auf direktem oder indirektem Weg, von Rüstungsgütern und sonstigem Wehrmaterial jeder Art, einschließlich Waffen und Munition, Militärfahrzeugen […]” https://www.un.org/Depts/german/sr/sr_15/sr2216.pdf

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